So, es ist soweit. Am Samstag war ich auf dem vom Goethe-Institut organisierten 100% BERLIN Festival. In einem Wort zusammengefasst: es war sehr gelungen.

Ich bin nach der Party im Debaser Medis noch nicht so ganz erholt, mache also kurz und berichte heute erstmal nur über das erste Teil der Veranstaltung – vielleicht auch das einzige, dass nicht so erfolgreich war: ein Gespräch über die Berliner Musikszene mit Sascha Ring / APPARAT, Dj Bleed (De:Bug), Stefan Goldmann und ein junger Schwede von Pluxus. Alles von einem schwedischen Journalisten moderiert, der scheinbar schon in Berlin gewesen ist. Also wie soll ich das zusammenfassen… man soll doch lieber DJs Musik spielen lassen anstatt über Musik zu sprechen. Es gab zwar sehr gute Kommentare vor allem von DJ Bleed (auch Sascha mit Vornahme) und Stefan Goldmann: kleine Anekdoten über die 90’s und die Detroit-Berlin Connection (Tresor etc.). Dass jetzt minimal techno die Clubs dominiert. Dass Menschen ausserhalb Berlin die Stadt besser vertreten, als diejenigen, die dort leben. Dass Berlin keine wachsende Stadt ist, sondern eine Stadt in Bewegung und Veränderung. Dass die kreativsten Menschen in Berlin nicht die jenigen sind, die in Berlin ausgehen. Man findet die Inspiration zuhause, nicht in Clubs, und auch nicht in Hotelzimmern und Flughäfen. Dass die “westliche” Meinung über die Stadt auf die östliche Meinung herrscht… und viele andere Sachen.

Nur der Pluxus Junge war ein richtiger pain in the ass. Nichts zu erzählen gehabt, nur die anderen mit Schwachsinn unterbrochen. Alle haben vielleicht (wegen dem Pluxus Typen) zuviel über Geld und billige Wohnungen gesprochen. Ist zwar ein Teil der ganzen Geschichte, aber wenn man über Musik in Berlin spricht gibt es doch andere wichtigere Punkte.

Egal. Unterm Strich fand ich das ganze sehr interessant zu verfolgen. Es zeigt ja ein bisschen, was DJs überhaupt für Menschen sind. Und es sind gute Menschen – mit oder ohne Drogen, “but who cares” meinte DJ Bleed, der immer um eine Antwort verlegen war.

Weitere Berichte ab morgen!