Für diejenigen, die die Spex nicht abonieren (wie könnte sowas sein? ;-) gibt es jetzt das Interview von Lee Ranaldo bei Spex.de.

Alle SY fans, schnell durchlesen falls ihr es verpasst habt!

lee ranaldo

Den Klassikerstatus des eigenen Warenkatalogs live zu reproduzieren, oder zumindest dies zu versuchen, schien sich gerade zum Trend zu entwickeln: Lou Reed tourte mit einer Eins-zu-eins-Umsetzung seines »Berlin«-Albums, und Sonic Youth spielten Ende Juni in Berlin ihr kultisch verehrtes 88er-Album »Daydream Nation«. Parallel erschien das Album in einer Deluxe-Edition, als historisch-kritische Werkausgabe sozusagen. Dass sie irgendwann einmal eine ihrer LPs nachspielen würden, von Anfang bis Ende durch, etwas Derartiges hätten sich Sonic Youth wohl nicht träumen lassen, als sie sich 1981 in New York – der Stadt, die damals dank No Wave gerade mal wieder zum Schauplatz einer Musikrevolution geworden war – gründeten. Wahrscheinlich hätten sie die Vorstellung sogar langweilig gefunden. Aber die Zeit vergeht nun mal. Nach dem Soundcheck in der Columbiahalle, während Kim Gordon sich noch erklären lässt, wie sie am schnellsten nach Mitte zum Fred-Perry-Shop findet, nimmt Gitarrist Lee Ranaldo, 51, hinter der Bühne Platz auf einem Ledersofa. Zum Thema des Abends passend, besteht das »Vorspiel« für ihn aus Klassikern des Blues, Rock und Pop.

weiter >>